Vergleichst du dich oft mit anderen?

Wenn ja, wandert in diesem Fall dein Fokus weg von dir, hin zu den anderen Menschen. Man stellt sich hierbei selbst gewollt oder ungewollt in eine Art Wettbewerb. Doch macht das auf Dauer glücklich?





Warum ist der Vergleich mit anderen für uns wichtig?


Wir vergleichen uns, um uns selbst eine Antwort auf unsere Fragen geben zu können. Dabei geht es darum, wie wir mit unseren Stärken und Schwächen in der Gemeinschaft dastehen und inwieweit wir uns verbessern oder weiterentwickeln können:

  • Was kann ich?

  • Worin könnte ich mich noch verbessern?

  • Wie werde ich mit meinen Fähigkeiten von anderen wahrscheinlich gesehen?


Der Psychologe Leon Festinger beschrieb in seiner "Theorie des sozialen Vergleichs" drei verschiedene Varianten dazu und deren Hintergründe:


Horizontalvergleich

Hier vergleichen wir uns mit Menschen, die uns ähnlich sind, um uns selbst und unsere Leistung besser einschätzen zu können. Der Horizontalvergleich kann aber auch in einem Abwärts- oder Aufwärtsvergleich münden.


Abwärtsvergleich

Beim Abwärtsvergleich vergleichen wir uns mit Menschen, die in irgendeiner Hinsicht aus unserem Blickwinkel schlechter abschneiden als wir selbst. Das kann - positiv gesehen - wiederum unser Selbstwertgefühl steigern.


Aufwärtsvergleich

Beim Aufwärtsvergleich vergleichen wir uns mit Menschen, die uns (in unseren Augen) überlegen sind. Diese Menschen sind aus unserer Sicht schneller, intelligenter, schöner, glücklicher, gelassener, kompetenter oder haben Eigenschaften, die wir an uns noch gerne ausbauen würden. Wir sehen dadurch, was alles möglich ist, aber auch unsere bisherigen (vielleicht selbst gestellten) Grenzen. Ein Aufwärtsvergleich kann somit anspornen oder auch demotivieren.



Wie kannst du der Vergleichsfalle entgehen?


Du kannst deinen Fokus wieder zu dir zurückholen, indem du dir die richtigen Fragen stellst. Beispiele dazu wären:

"Was mache ich gut?"

"Wie kann ich mich noch mehr fördern?"

"Was habe ich heute dazugelernt?"

Du lenkst damit deine Aufmerksamkeit wieder auf dich und deine Stärken.


Vergleiche dich nur mit dir selbst und gib dein Bestes, denn das ist gut genug.

6 Ansichten

©2020 by CHRISTINE SCHEITHAUER, BEd